Schriftgröße:  A  A
Deutsch
English
Suche

Immunmonitoring

Das Institut für Transplantationsimmunologie, gegründet im Oktober 2010, besteht aus der Core Facility "Immunmonitoring" und der Forschungsgruppe "Immunregulation". Die zentrale Aufgabe der Core Facility ist es, ein breites Spektrum an immunologischen Methoden abzudecken, das in enger Abstimmung mit den klinischen Kollegen primär dazu eingesetzt wird, den Immunstatus eines Patienten möglichst präzise definieren zu können, um in Zukunft seine Immunsuppression maßgeschneidert an den jeweiligen Zustand anpassen zu können. Diese Methoden umfassen die Immunphänotypisierung, also den Nachweis der verschiedenen Immunzelltypen im Blut mittels Mehrfarben-Durchflusszytometrie, die Bestimmung ihrer Aktivität durch die Produktion von Botenstoffen wie dem Interferon-gamma (IFN-γ) mittels intrazellulärer Zytokinfärbung (ICS) und ELISpots. Darüber hinaus werden aus dem Plasma der Patienten lösliche Botenstoffe, sogenannte Zytokine und Chemokine, mittels Multiplex-Technologie quantitativ bestimmt, die aufgrund ihrer Eigenschaften als Regulatoren der Immunantwort eine wichtige Rolle für Richtung und Stärke einer Immunantwort spielen. Da derzeit die meisten Untersuchungen an Blutproben vorgenommen werden, ist es eines der Ziele der Core Facility, den Immunstatus auch im Gewebe des transplantierten Organs bestimmen zu können, wofür einige der oben genannten Methoden bereits weiterentwickelt wurden. Mit diesem Portfolio an Techniken stellt die Core Facility Immunmonitoringtechniken bereit, die speziell an die Erfordernisse der Organtransplantation angepasst sind und zum Ziel haben, für die transplantierten Patienten die Immunsuppression maßschneidern zu können.

Diese engmaschige Verfolgung der Entwicklung einer Immunreaktion nach Transplantation unter der medikamentösen Immunsuppression soll es in Zukunft ermöglichen, eine Art „Frühwarnsystem" für Abstoßungsreaktionen zu entwickeln, das diese schneller stoppen und damit einen Funktionsverlust des transplantierten Organs verhindern kann. Für den Bereich der Zelltherapie bei Stammzelltransplantationen konzentrieren sich die aktuellen Arbeiten auf die Bereitstellung eines mit den Kollegen der Core Facility GMPDU abgestimmten und damit effizienten Immunmonitorings, da diese für die Herstellung der Zelltherapeutika verantwortlich sind.

Weitere Informationen zur Forschungsarbeit der Core Facility Immunmonitoring finden Sie hier.

Kontaktdaten des Teams finden Sie hier.