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CBT_8 (Vollprojekt)

Diagnostisches und therapeutische Potential von Macrophagensubtypen nach Nierentransplantation

Unsere Hypothese lautet, dass Macrophagen (MF) wichtige Regulatoren der Organtoleranz nach Nierentransplantation sind. Konkret postulieren wird, daß die Entwicklung von Toleranz oder Rejektion mit unterschiedlichen MF-Subtypen und molekularen Signaturen vergesellschaftet ist. Wir postulieren weiterhin, daß MF mit speziellen immunmodulatorischen Eigenschaften ex vivo generiert werden können. Zu diesem Zweck werden wir die MF-Subtypen in den vorhanden Proben der Nierenbiopsiebank charakterisierung und mit den Zytokin- und RNA-Signaturen in Urin vergleichen. Wir werden weiterhin testen, ob das Vorkommen bestimmter MF-Subtypen oder molekularer Signaturen mit dem klinischen Verlauf und der Nierenpathologie korreliert. Wir werden weiterhin Protokolle für die ex vivo-Generierung von immunmodulatorschen MF-Subtypen etablieren und testen.

Makrophagen (MF) sind wichtige Regulatoren der angeborenen und adaptiven Immunantwort. Während ihre Beteiligung bei verschiedenen Formen der Transplantat-Pathologie seit langem bekannt ist, ist der Beitrag bestimmter MF-Untergruppen für die menschliche Allograft-Pathologie weitgehend unerforscht. Wir und andere haben gezeigt, dass schlechtere Langzeittransplantatfunktion mit einer anhaltenden schwachen Entzündung eindringenden Makrophagen verbunden sind und dass klinische Abstoßung sich von subklinischer Abstoßung durch verstärkte Infiltration einer Population aktivierter Makrophagen unterscheidet. Eine große klinische Herausforderung ist das Fehlen von Biomarkern, um einen späteren Ausbruch bei Nierentransplantationen vorauszusagen. Die Identifizierung der MF-Untergruppen verbunden mit versteckten Pathologien und Auswirkungen könnte eine Änderung desbestehenden Klassifikationssystems mit signifikanten klinischen Auswirkungen liefern.

Wir vermuten, dass Macrophagen kritische Regulatoren der Nierentransplantat-Pathologie sind. Genauer gesagt, stellen wir die Hypothese auf, dass die Ablehnung oder Toleranz von Nierentransplantaten mit spezifischen MF-Subtypen in Biopsieproben, verbunden ist, etwa entzündliche gegen regulatorische MF-Untergruppen.

Langfristig wollen wir spezifische MF-Signaturen herstellen, um MF-Subtypen in vitro und in vivo herzustellen.

(Projekt gefördert bis 31.10.2016)

Team

Prof. Dr. med. Florian P. Limbourg (Projektleitung)

Prof. Dr. med. Wilfried Gwinner (Prójektleitung)

Tamar Kapanadze (wiss. Mitarbeiterin)

Andre Sitnow (StrucMed)

Stefan Sablotny (Technischer Angestellter)