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OPEX_1 (Vollprojekt)

Verminderung der Transplantat-Antigenität durch „Targeting“ dendritischer Zellen mittels ex-vivo-Perfusion

Mit jedem transplantierten Organ werden auch sogenannte Antigen-präsentierende Zellen übertragen. Dazu zählen die dendritischen Zellen, die eingedrungene Erreger erkennen und eine spezifische Immunantwort einleiten können. Diese Zellen verlassen das Transplantat nach einer gewissen Zeit, wandern in das lymphatische Gewebe des Empfängers ein und lösen dort starke Immunantworten aus, die gegen das Spendergewebe gerichtet sind. In diesem Projekt soll die Hypothese geprüft werden, ob die Antigenität eines Transplantats durch das Verändern oder Entfernen von dendritischen Zellen vor der Transplantation herabgesetzt werden kann. Hierzu werden in erster Linie monoklonale Antikörper eingesetzt, die während einer sogenannten ex-vivo-Perfusion (Flüssigkeitskreislauf außerhalb des Körpers) in das Organ geleitet werden. Wir konnten bereits zeigen, dass Antikörper gegen CD45-Moleküle das stimulatorische Potential Antigen-präsentierender Schweinezellen vermindern. Die Analyse der Wirkungen verschiedener anti-CD45 Antikörper auf Funktionen dendritischer Zellen ist daher ein Schwerpunkt dieses Projekts. Desweiteren wird getestet, ob dendritische Zellen durch das Auslösen von Apoptose (programmierter Zelltod) über anti-CD95/fas oder anti-TNFR eliminiert werden können.

Um einen grundlegenden Beweis zu erarbeiten, dass dieses Konzept erfolgreich ist, werden die Experimente zunächst mit Zellen und Geweben des Schweins durchgeführt. Es sollen Bedingungen (Dosis des Antikörpers, Perfusionsdauer) geschaffen werden, die eine optimale Bindung der Antikörper an dendritische Zellen in den Gewebezwischenräumen der Niere ermöglichen. In Abhängigkeit von den Befunden soll auch geprüft werden, ob Nieren nach einer perfusionsvermittelten „Zielbehandlung“ von dendritischen Zellen nach der Transplantation in den Empfänger verlängerte Überlebenszeiten zeigen.

(Projekt gefördert bis 31.10.2014)

Team

Dr. Claudia Pokoyski

Dorothee Römermann

Prof. Dr. Reinhard Schwinzer