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Lungentransplantation

Lungentransplantation ist eine Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit Lungenerkrankungen im Endstadium. An der Medizinischen Hochschule Hannover wurde 1987 das erste Mal in Deutschland eine Lungentransplantation erfolgreich durchgeführt. Das MHH- Transplantationsprogramm gehört zu nur drei Zentren weltweit, die konstant seit Jahren mehr als 50 Lungentransplantationen pro Jahr durchführen.

Weiterführende Informationen zum Thema Lungentransplantation finden Sie auch als podcast.

Der Ablauf einer Transplantation ist in der Abbildung dargestellt:

Behandlung chronischer Lungenerkrankungen

Chronische Lungenerkrankungen können zum allmählichen Verlust der Organfunktion führen. Betroffene leiden unter schwerer Atemnot. Die allgemeine Ambulanz der Klinik für Pneumologie betreut Patienten mit akuten oder chronischen Lungenerkrankungen. Letztere können im Verlauf zu einer permanenten Verschlechterung des Gesundheitszustandes beim Patienten und in der Folge auch zu einer Lungentransplantation führen. Die häufigsten Erkrankungen sind dabei verschieden Formen der Lungenfibrose, die Mukoviszidose (zystische Fibrose) und das Lungenemphysem (COPD).

Aufnahme in die Warteliste

Verschlechtert sich der Gesundheitszustand , obwohl alle Therapieoptionen ausgeschöpft wurden oder tritt eine lebensbedrohliche Situation ein, kann eine Organtransplantation in Betracht gezogen und vorbereitet werden. Der erste Schritt ist die Anmeldungan unserer Lungenambulanz durch den behandelnden Arzt. Anfragen zur Transplantation bitten wir schriftlich mit einem aktuellen Arztbrief (mit Angaben zu Diagnose, Lungenfunktion, Blutgase/Sauerstoffbedarf, Belastbarkeit, Belgleiterkrankungen) an uns zu richten, per Fax unter der Nummer (0511) 532-8094. Ihre Angaben sind wichtig für uns, um die Art und Dringlichkeit für die meist ambulante Vorstellung festzulegen. Wir werden nach Eingang Ihrer Anfrage dazu schriftlich Stellung nehmen und gegebenenfalls um weitere nötige Informationen zur Vorlage bei der Vorstellung bitten. Eine vorherige Vorstellung in unseren Spezialambulanzen ist für mögliche Transplantationskandidaten nicht notwendig. Rückfragen beantworten wir gerne. Bitte teilen Sie uns auch unbedingt mit, falls sich neue medizinische Aspekte (z.B. notfallmäßige stationäre Behandlung) eines sich bereits auf der Warteliste befindenden Kandidaten ergeben.

Organspende/Transplantation

Ist im Rahmen der am Eurotransplant-Netzwerk beteiligten Regionen ein geeignetes Organ gefunden worden, wird der Empfänger sofort benachrichtigt, kommt in die Klinik und wird, nach entsprechenden Vorbereitungen transplantiert (siehe auch: Ablauf der Transplantation). Die transplantierten Patienten werden an der MHH auf der Intensivstation (Station 74) der Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie (HTTG) betreut.

Rehabilitation

Nach der Operation wird überprüft, ob das neue Organ einwandfrei funktioniert. Bei unkompliziertem Verlauf wird der Patient etwa drei Wochen stationär bleiben. Dort werden die Organempfänger bereits intensiv geschult, ebenso wie in der Rehabilitationsphase. Die Anschlussheilbehandlung erfolgt in der Regel in der Klinik Fallingbostel.

Langzeitbetreuung

Nach Krankenhausentlassung wird der Patient lebenslang in unserer Nachsorgeambulanz betreut. Auch bei weiter entfernt wohnenden Patienten erfolgt bei Problemenimmer eine telefonische Beratung. In der Nachsorgeambulanz der Klinik für Pneumologie werden zur Zeit etwa 850 Patienten nach einer Lungentransplantation regelmäßig betreut. Nachfragen zu gemeinsam betreuten Empfängern richten Sie bitte an unsere Transplantationskoordination per Telefon unter der Nummer (0511) 532-4681 oder -5841 oder per Fax unter (0511) 532-8094.