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Komplikationen bei der Nieren-Tx

In der Regel verläuft eine Nierentransplantation unkompliziert. Mitunter gibt es aber auch Komplikationen. Manchmal nimmt die neue Niere nach einer Transplantation nicht sofort ihre Arbeit auf. Die sogenannte primäre Nichtfunktion kommt vor allem bei postmortal gespendeten Organen auf und betrifft dann etwa ein Viertel der nierentransplantierten Patienten. Im Falle einer Nieren-Lebendspende tritt diese Komplikation nur in etwa fünf Prozent der Fälle auf.

Meist ist die Funktionseinschränkung aber nur vorübergehend und kann behandelt werden. Sie fällt auf bei Kontrolluntersuchungen des Patienten (Urinausscheidung, Serum-Kreatininwert, glomeruläre Filtrationsrate). Gründe für die Störung können etwa eine Vorschädigung desa Spenderorgans durch zu lange Konservierungszeit oder die Einnahme nierenschädigender Medikamente sein. Auch mangelhafte Durchblutung (Minderperfusion) nach der Transplantation, Abstoßungsreaktionen gegen das Transplantat und Infektionen kommen in Betracht. 

Nur bei etwa fünf Prozent der Patienten funktioniert die Spenderniere auch nach einem Jahr nicht ausreichend und es kommt zum Transplantatversagen. In diesem Fall wird wieder eine regelmäßige Dialysebehandlung erforderlich.