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23.03.2016 Kategorie: News

IFB-Tx bietet neue Fördermöglichkeit für Forschungsanträge in der Transplantationsmedizin

Eine Forschungsidee zu entwickeln, kostet Überlegung. Daraus einen Forschungsantrag zu erstellen, kostet Zeit. Diese Zeit fehlt vielen Ärzten, die als klinische Wissenschaftler arbeiten möchten, aber im Klinikalltag eingebunden sind. Um dieses Problem zu beheben und guten Ideen Raum zur Umsetzung zu verschaffen, hat das IFB-Tx hat eine neue Fördermöglichkeit entwickelt – die so genannten Development Grants.

Ziel dieser Förderung ist die einmonatige Freistellung von ärztlichem Personal aus dem Klinikbetrieb, um so das Schreiben eines Förderantrages im Bereich Transplantationsmedizin zu ermöglichen. Dieser Antrag wird vom Scientific Advisory Board (SAB) des IFB-Tx begleitet, um die Qualität und damit die Förderchancen zu erhöhen. „Qualität in der Forschung ist ein hohes Gut“, betont der SAB-Vorsitzende Professor Mario Schiffer. „Deshalb setzt das IFB-Tx vor die Genehmigung der Anträge für neue Forschungsprojekte auf die genaue Prüfung der Forschungsvorhaben noch vor der eigentlichen Antragstellung.“ In einem internen Begutachtungsverfahren diskutiert und entscheidet das Scientific Advisory Board (SAB) als interner wissenschaftlicher Beirat über die gestellten Projektanträge bereits im Vorfeld - vor der Bewilligung durch den Projektträger und noch vor der Sichtung durch das externe Gutachtergremium des IFB-Tx.

„Das interne Peer-Review-Verfahren ist beim IFB-Tx Routine und hat sich im Laufe der Jahre bewährt“, sagt Professor Mario Schiffer, SAB-Vorsitzender. „Dadurch schärfen wir die Projektanträge noch einmal deutlich und sichern ihnen mehr Aussicht auf eine Förderung zu.“ Auch die Kurzanträge der Development Grants müssen dem SAB vorgestellt werden. Anschließend an die Begutachtung durch ein individuelles Subcommittee unter Vorsitz eines SAB-Coachs erhält der Antragsteller in der kommenden SAB-Sitzung am 06. Juni in einer offenen Diskussion Rückmeldung zu seiner Projektidee. Darauf folgt der Antrag zur Mittelentsperrung an den IFB-Tx- Projektträger. Für die anschließende einmonatige Freistellung ist eine Abstimmung des Antragstellers mit seinem Abteilungsleiter notwendig. Während der Förderung erfolgt ein Beratungs- und Fortschrittsgespräch des Antragstellers mit dem SAB-Coach.

Beim IFB-Tx sind es die eigenen Mitglieder, die Anträge von Kollegen kritisch überprüfen – alles unbezahlt und in der kaum vorhandenen Freizeit. Professor Schiffer weiß solchen Einsatz zu schätzen. „Als SAB-Vorsitzender danke ich ausdrücklich allen Kolleginnen und Kollegen, den Mitgliedern des Scientific Advisory Boards (SAB), den Core-Facility-Leitern und den weiteren Reviewern der Subcommittees für ihre geleistete kenntnisreiche Unterstützung der Antragsteller.“ Für das Jahr 2015 gilt der Dank des SAB-Vorsitzenden insbesondere Dr. Thurid Ahlenstiel-Grunow, Dr. Sandor Batkai, Prof. Ulrich Baumann, Prof. Rainer Blascyk, Prof. Britta Eiz-Vesper, Prof. Faikah Güler, Dr. Lothar Hambach, Dr. Elmar Jäckel, Prof. Ulrike Köhl, Prof. Florian Limbourg, Prof. Britta Maecker-Kolhoff, Prof. Anette Melk, Prof. Eva Mischak-Weissinger, Dr. Michael Morgan, Prof. Lars Pape, Prof. Susanne Petri, Prof. Martin Sauer.

Die Antragsfrist für Development Grants im IFB-Tx endet am 17.04.2016. Eine Vorstellung der Kurzanträge vor dem SAB ist für den 18.04.2016 geplant. Weitere Informationen gibt es bei Dr. Stefanie Flohr unter flohr.stefanie(at)mh-hannover.de.