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06.12.2017 Kategorie: News

Perspektiven für ein neues Transplantationszentrum: vom IFB-Tx zu CORE 100

Zum sechsten Mal innerhalb der zweiten Förderphase veranstaltete das IFB-Tx am 28. November 2018 ein Meeting mit seinen externen Gutachtern (External Advisory Board, EAB). Die EAB-Mitglieder Professor Dr. Frans H.J. Claas (Leiden), Professorin Dr. Magdalena Durlik (Warschau), Professor Dr. David Gjertson (Los Angeles), Professor Dr. Alois Gratwohl (Basel), Professor Dr. Joren C. Madsen (Boston), Professor Dr. Hans Messner (Toronto) und Professor Dr. Alberto Sanchez-Fueyo (London) waren der Einladung gefolgt, um sich im Clinical Research Center (CRC) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) mit den zahlreichen Vertretern und Nachwuchswissenschaftlern des IFB-Tx auszutauschen und die Vorschläge zu diskutieren, wie es mit dem IFB-Tx nach Ablauf der Förderung Mitte 2018 weitergehen soll.

Neben der Vorstellung der wissenschaftlichen Aktivitäten stand deshalb vor allem die „Nachhaltigkeit“ im Vordergrund sowie die Aufgabe, die Errungenschaften des IFB-Tx und die darüber hinaus bestehenden Forschungs- und Behandlungsaktivitäten an der MHH zu bündeln und in ein übergeordnetes Transplantationszentrum zu überführen. „Das IFB-Tx hat seine Aufgabe erfüllt, die Forschungsaktivitäten der MHH im Bereich der Transplantationsmedizin voranzutreiben“, betonte Professor Dr. Hermann Haller. Dabei verwies der IFB-Tx Sprecher auch auf die Erfolge der interdisziplinären Zentren, der neuen Governance-Strukturen und des Clinician-Scientist-Programms.

Wie die Perspektiven in der Zukunft aussehen sollen, stellten Professor Haller und Professor Dr. Axel Haverich, Mitglied des IFB-Tx Management Boards, gemeinsam vor und präsentierten den EAB-Gutachtern das Modell „CORE 100“. Professor Haverich, der als Direktor der MHH-Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie und Sprecher des Exzellenzclusters REBIRTH auch designierter Direktor des neuen Tx-Zentrums „CORE 100“ ist, betonte das Ziel, „Patienten mit Organdefekten jedweder Stufe die ganze Behandlungsbandbreite von Organersatz und Regeneration bis zur begleitenden Nachsorge anbieten zu können“. Dafür will der Herzspezialist nicht nur die Expertise der an Organerkrankungen und Transplantation beteiligten MHH-Kliniken zusammenführen, sondern auch die Entwicklungen in der regenerativen Medizin aus dem Cluster REBIRTH und dem Niedersächsischen Zentrum für Biomedizintechnik, Implantatforschung und Entwicklung (NIFE) einbinden. Hannover solle als größte Transplantationsklinik Deutschlands eine Vorreiterrolle in der Patientenversorgung einnehmen.

Auch MHH-Präsident Professor Dr. Christopher Baum lobte das „CORE 100“ als hervorragende strukturbildende Maßnahme, die interdisziplinäre wissenschaftliche Exzellenz mit hoher Qualität der Patientenversorgung kombiniert und damit internationale Sichtbarkeit verspricht. Im Zuge des Klinikneubaus der MHH soll die funktionelle Integration der betroffenen Bereiche ebenfalls berücksichtigt werden. Die EAB-Mitglieder zeigten sich erfreut, dass nach zehn Jahren IFB-Tx-Förderung nicht nur die Bereiche der Karriereförderung klinischer Forscher, der IFB-Tx Forschungsinstitute und der Strukturen zur Förderung der klinischen Forschung fest in die MHH integriert worden seien, sondern auch das von Beginn an gesetzte Ziel eines übergeordneten Transplantationszentrums realisiert werden solle.