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Günstiger Kredit Vergleich

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Geoblocking-Verordnung: Was wird sich ab heute im Online-Handel ändern?

Dies führt zu einigen neuen Problemen für Handel und Endverbraucher. Verschiedene Tarife in den einzelnen EU-Ländern waren in der vergangenen Zeit nichts Außergewöhnliches – und unaufgefordert wurde der Verbraucher auf die dortige Händlerseite weitergeleitet, wo z. B. nicht alle Größen oder Farben eines Gegenstandes verfügbar waren oder wesentlich teurere Tarife berechnet wurden.

Dies hört sich zunächst nach totaler Justiz an, aber unter dem Strich ist es eine Herausforderung, vor der die Trader stehen werden – und da sie sie nicht bewältigen können, wird in vielen Faellen alles beim Alten bleibt. Eine Kundin aus Portugal möchte eine Leuchte in Deutschland nachfragen. Das ist für den dt. Fachhändler vor allem erfreulich, dass er seinen Kundschaft ausbauen kann.

Aber er kann die Leuchte nicht an den Verbraucher ausliefern – das wäre vor allem für kleine Handelsketten zu viel Forschungsaufwand und würde sowieso sehr kostspielig sein. Nun hat der Auftraggeber die Wahl, die Waren beim Einzelhändler abzunehmen oder sich selbst um einen Verkehrsdienstleister zu bemühen. Will ein Konsument dagegen von einem ausländischen Fachhändler nur einen niedrigen Verkaufspreis für ein in Deutschland gehandeltes Produkt erhalten, so ist er wie bisher dabei, wenn der Fachhändler der Ansicht ist, dass sich der Konsument selbst um den Versand kümmert.

Aber es gibt noch eine weitere Schwierigkeit für Trader. Die neue Regelung schreibt vor, dass die Verbraucher mit einer fremden Kredit- oder Bankkarte bezahlen können müssen. So war es einem in England ansässigen Kundschaft in der Regel in der Vergangenheit nicht möglich, mit einer dt. Kredikarte ein Konzertticket für ein Londoner Concert zu kaufen.

Noch immer muss ein Einzelhändler nicht alle Möglichkeiten der Bezahlung bereitstellen. Aber wenn er z.B. für seine dt. Kundschaft ein Visum erteilt, muss er das auch für andere Staaten tun. Dies wird jedoch schwierig, wenn der Dealer z. B. den Erwerb auf Konto anstrebt. Das Gleiche müsste er dann in der Theorie für einen Auftraggeber aus Griechenland oder Bulgarien tun – und hier das Geldeinzug im Mahnverfahren zu betreiben, wird wahrscheinlich komplizierter und kostspieliger werden und oft an sprachlichen Barrieren scheitern. Dabei ist es wichtig, dass der Auftraggeber die Kosten für das Mahnverfahren trägt.

Noch zulässig sind Restriktionen nach Kundengruppen, z.B. ein Geschäft, das nur für Firmenkunden bestimmt ist. Aber es wird einige Probleme gibt, bei denen wir auch in Zukunft landesspezifische Lösungen wie z. B. im Finanzdienstleistungsbereich anbieten werden. Es wird auch künftig Restriktionen für Verkehrsleistungen wie Bahntickets und Streaming-Dienste geben, auch wenn dies zunächst anders vorgesehen war.

So werden wir hier z.B. für einzelne TV-Serien und Spielfilme nach wie vor verschiedene Möglichkeiten haben, und der Kunstgriff, über ein gewisses landesweites Angebot einen Musikservice zu einem niedrigeren Preis zu erhalten, wird auch heute noch nur mit einer fiktiven Abrechnungsadresse und VPN-Zugang bei der Buchung möglich sein. So können die Blu-Rays oder DVDs der Favoriten-Serie nun auch früher für den deutschen Markt verfügbar sein, zum Beispiel über einen britischen Versandhandel.

Aber ist dieses Problem des grenzüberschreitenden Einkaufens überhaupt ein Problem für dt. Verbraucher? Schließlich haben sieben von zehn Bundesbürgern bereits Waren aus dem In- und Ausland eingekauft (71 Prozent) und die andere Seite (50 Prozent) bereits mehrmals. In einer älteren Untersuchung hatte sich bereits herausgestellt, dass gerade wegen solcher Märkte viele Kundinnen und Verbraucher praktisch vollautomatisch im fremden Land einkaufen.

Sollte der Käufer also eine gewisse Ausdauer und Recherchierbarkeit nachweisen, sind die Verkäufer gezwungen, Waren in solche Staaten zu liefern, in denen sie sonst nicht verfügbar wären. Bei Dienstleistungen wie D-A-Packs, die eine Zustelladresse im entsprechenden Staat angeben und die Sendungen dann selbst über die deutschsprachige Landesgrenze befördern, wird sich viel verändern.

Künftig werden sie vor allem für diejenigen Kundinnen und Kundschaft von Interesse sein, deren Handelspartner für Lieferungen aus Österreich nach Deutschland erhebliche Zuschläge verlangen. Zugleich können (und werden) die Trader den Verbrauchern die Bestellung von Waren so erschweren, wenn sie sie nicht ausreichend ansprechend finden, um einen Auslandsmarkt zu bedienen.

Sie können einen Verbraucher oder einen Vertrag weiter verweigern, benötigen aber dafür mehr als bisher gute Argumente, denn pure Staatsbürgerschaft oder reiner Wohnort sind in der Folge nicht mehr ausreichend. Dies wird von den zuständigen Netzwerkaufsichtsbehörden, im Falle Deutschlands von der BNetzA, überwacht. Zum einen ist der Vertrieb von bestimmten Waren (z.B. im Lebensmittelbereich) in Deutschland untersagt, zum anderen ist er in anderen Staaten erlaubt; zum anderen gibt es in der EU keine Zölle, die an der Importierung beteiligt wären.

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