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Laut einer Studie des Instituts für Grundlagen- und Programmforschung ist fast die Hälfte der bei der Schufa gespeicherten Daten falsch oder veraltet . mySCHUFA tritt zurück: Der SCHUFA wird nachgiebiger. Nahezu jeder Handybesitzer oder -nehmer weiß und befürchtet es - die SCHUFA. Letzterer hat nun bekannt gegeben, dass er in absehbarer Zeit bei kleinen Debitoren gnädiger sein wird und auch mehr Zugang zu den gesicherten Informationen haben wird. Laut ihrem Geschäftsführer Rainer Neumann will die SCHUFA den Debitoren kleinerer Beträge die Chance bieten, sich unverzüglich aus der SCHUFA-Akte löschen zu lassen und dies "ohne Rückstand" zu tun.  

Ein Ausgleich der Reklamation innerhalb eines Monates nach Mitteilung an die SCHUFA wird als Sofortzahlung aufgerechnet. Die SCHUFA beabsichtigt, diese neue Vorgehensweise ab dem Jahresende anzuwenden. Die SCHUFA will eine weitere Massnahme ergreifen: Die SCHUFA erwägt eine Erweiterung der Datenbank, um den Bürgern einen eigenen Handlungsspielraum zu geben.

Die Konsumenten können der SCHUFA dann auf Freiwilligkeitsdaten zur Verfügung stellen. Bisher musste SCHUFA-Chef Neumann zugeben, dass die reine Anfrage von Kreditbedingungen zu einer Verschlechterung der SCHUFA geführt hat, jedenfalls wenn die Kreditbedingungen oft abgefragt wurden. Diese soll nun so geändert werden, dass die Konsumenten die Chance erhalten, Darlehen zu vergüten, ohne durch die SCHUFA nachteilig beeinflusst zu werden.

Was ist die SCHUFA? Mancher irrt, wenn er denkt, dass die SCHUFA eine öffentliche Einrichtung ist, die es sich zur Pflicht gemacht hat, die Bonität ihrer Mitbürger zu überprüfen. Stattdessen ist die SCHUFA die SCHUFA AG ein Dienstleistungsunternehmen, das Gläubigern, d.h. in der Regelbank, Informationen über ihre Kundschaft zur Verfügung stellt, um das Adressenausfallrisiko so niedrig wie möglich zu halten. Die SCHUFA AG ist eine Tochtergesellschaft der SCHUFA-Gruppe.

Die SCHUFA also stands for "Schutzgemeinschaft für general Kreditsicherung". Die SCHUFA wurde bereits 1927 von den in Berlin ansässigen Elektrizitätsgesellschaften "Bewag" und AEG ins Leben gerufen. Damals, in den schnell wachsenden 20er Jahren, bietet die Bewag elektrische Geräte auf Raten an, wodurch das Risiko des Kreditausfalls so gering wie möglich gehalten werden soll ? die Stunde der Geburt der Schufa.

Die SCHUFA hat ihren Hauptsitz in Wiesbaden. In der Schufa wurde ein jährlicher Umsatz von fast 70 Mio. EUR erwirtschaftet (alle Angaben für 2004). Inzwischen hat die SCHUFA AG eine große Anzahl von Aktionären, vor allem aus den Bereichen Bankwesen und Einzelhandel, so dass die Aktionäre oft zugleich auch die Auftraggeber sind: Die SCHUFA ermittelt keine eigenen Daten.

Stattdessen sind die 5000 Vertragsparteien der SCHUFA zur Übermittlung von kundenbezogenen Informationen gegenüber der SCHUFA angehalten. Hier werden die erhobenen und verarbeiteten Informationen erhoben und verarbeitet. Darüber hinaus erhält die SCHUFA auch Informationen aus öffentlich -rechtlichen Stellen wie z.B. den örtlichen Gerichten und deren Schuldnerregistern. Was für Informationen werden erhoben und aufbewahrt? Negativ zu bewerten sind Leistungsdaten von Geschäftsverbindungen und Aufträgen, bei denen Schwierigkeiten aufgetreten sind oder nicht vertragskonform behandelt wurden (z.B. Nichtrückzahlung eines Kredits).

Negative können der SCHUFA auch ohne Zustimmung des Konsumenten mitgeteilt werden, während die Positive der Zustimmung des Konsumenten bedürfen (SCHUFA-Klausel nach dem Bundesdatenschutzgesetz). Die Schufa verwendet seit 1996 ein altbekanntes, auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Verfahren: das Zählen. Der SCHUFA formt Personengruppen mit ähnlichen oder identischen Merkmalen und stellt fest, wie oft Zahlungsausfälle in den jeweiligen Personengruppen auftreten.

Die SCHUFA hat 6 Score-Werte, je einen für Kreditinstitute, Genossenschafts- und Skibanken, Realkreditinstitute, Retail-, Versand- und Telekommunikationsunternehmen. Die Abfrage des eigenen Standes hat nach Ansicht der SCHUFA keinen negativen Einfluss mehr auf das Schufa-Rating. Nach dem BDSG hat jeder das Recht, Auskunft über die bei der SCHUFA gespeicherten Informationen zu erhalten.

Dadurch ist es auch möglich, falsche Angaben zu berichtigen. Die SCHUFA-Stellen informieren kostenlos, aber nur verbal vor ort (Büros gibt es in Hamburg, Bremen, Berlin, Hannover, Bochum, Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main, Leipzig, Mannheim, Saarbrücken, Stuttgart und München). Beantragt man darüber hinaus die Bestimmung der aktuell 6 Punktwerte, so bezahlt man eine zusätzliche Grundvergütung von 3 EUR und 1 EUR pro Punkt, zusammen höchstens 9 EUR.

Das scheint die Bevölkerung nicht zu schrecken, denn die Bundesbürger forderten 2003 von der SCHUFA rund 8 79.000 personenbezogene Daten, 2004 waren es bereits knapp eine Millionen. Die SCHUFA ist seit Beginn des Monats Oktober 2005 auf dem Laufenden und bietet nun auch eine Online-Abfrage, oder besser gesagt: eine Online-Anwendung.

Insofern steht das Interesse der SCHUFA-V-V-Vertragspartner (Unternehmen wollen das unternehmerische Risiko so genau wie möglich berechnen) im Gegensatz zu dem der Konsumenten. Negativinformationen werden nach einer gewissen Zeit ausgelesen. Daten werden entfernt: Daten aus Debitorenverzeichnissen der örtlichen Gerichte werden von der SCHUFA nach drei Jahren ausgelöscht. Dies gilt auch früher, wenn die Streichung an das örtliche Gericht der SCHUFA gemeldet wird.

Insbesondere Verbraucher- und Datenschutzaktivisten sind die Ursache für die Schufakrise. Über die Ermittlung des Score-Wertes wird nicht gesprochen, da sie als "Know-how" der Schufa gilt. Mit Beschluss vom 16. Februar 1999 hat das Berliner Landesgericht die Schufa zur Rückerstattung von 6 EUR verurteilt, da die Gebühr für die Selbstanzeige nach dem BDSG nur die tatsächlichen Aufwendungen ausmachen kann.